Neurologe

Was ist, was macht, wie behandelt ein/e Neurologe/Neurologin?
 

Ein Spezialist stellt sich vor

Eine Information des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte BVDN

Ein Neurologe ist:

Ein Facharzt,

  • der Funktionsausfälle oder Fehlsteuerungen
  • des Gehirns,
  • des Rückenmarks
  • der Sinnesorgane
  • der peripheren Nerven
  • oder der Muskulatur
  • erkennt und behandelt.

Diese Fehlfunktionen können entstehen durch:

  1. Entzündungen
  2. Durchblutungsstörungen
  3. Stoffwechselstörungen
  4. gutartige oder bösartige Tumore
  5. mechanische Einklemmungen
  6. Verletzungen
  7. angeborene oder erbliche Ursachen


 

Erkrankungsbeispiele:

Kopfschmerzen oder Migräne
Durchblutungsstörungen oder Blutungen des Gehirns (Schlaganfall) mit z.B. Lähmungen und Sprachstörungen
Verletzungen des Nervensystems (Schädel-Hirn-Trauma, Querschnittslähmungen, Nervenquetschungen)
Entzündliche Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks (z.B. Polio, Multiple Sklerose, Zeckenbissinfektionen, Hirnhautentzündungen)
Nervenschmerzen oder – lähmungen (Nervendruckschäden am Handgelenk oder durch Bandscheibenvorfall)
Tumore des Gehirns oder Rückenmarks
Bewußtseinsstörungen und Anfallsleiden (z.B. Epilepsie, Schlaganfall, Narkolepsie, Schlafapnoesyndrom)
Störungen der Muskelkraft und -beweglichkeit (Parkinson, Muskelschwund)
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
Erkrankungen des Nervensystems durch z.B. Stoffwechselstörungen, Alkohol, Blutzuckererhöhung, Schwermetalle

 

 

Was macht ein Neurologe?

Er untersucht

mit Reflexhammer, Augenspiegel, Stimmgabel, Nadelrädchen und Frenzelbrille.

Zusätzlich bedient er sich einer Reihe hoch entwickelter technischer Geräte wie:


EEG

Messung der Hirnstromaktivität


EMG

Messung der Funktionen der Muskulatur


NGL

Messung der Leitgeschwindigkeit peripherer Nerven


Dopplersonographie und Farbduplex

Messung der Gefäßdurchblutung der hirnversorgenden Arterien außerhalb und innerhalb des Schädels


Evozierte Potentiale

Messung der Funktionstüchtigkeit an Seh-, Hör- und Gleichgewichtsnerv, zentraler Gefühls- und motorischer Rückenmarksbahn (magnetisch und elektrisch)


Lumbalpunktion

Untersuchung der im Rückenmarkskanal befindlichen Flüssigkeit z.B. auf Entzündungszeichen


Schlafpolygraphie

Untersuchung des normalen und gestörten Schlafablaufs


Hirnleistungstest

bei Störungen des Gedächtnisses, des Denkvermögens und Reaktionsvermögens

 

Er behandelt
alle erkennbare Krankheiten des Nervensystems, die sich aus seiner Diagnostik ergeben. Er ist ständig über die aktuellsten medikamentösen und nichtmedikamentösen Behandlungsmethoden informiert, um die für Sie und Ihre Krankheit bestmögliche Therapie auswählen zu können.


Dazu gehört die medikamentöse Therapie mit Tabletten, Infusionen oder Spritze, aber auch Krankengymnastik, Ergotherapie oder Logopädie.

 

Was macht ein Neurologe noch?

Er hört zu

Er interessiert sich neben neurologischen Krankheitsdetails auch für Sie als Gesamtperson.Er unterstützt Sie.
Er wirkt als wichtige Schaltstelle zwischen Ihnen und Ihrem Hausarzt, anderen Fachärzten, Krankenhäusern, Physio- und Sprachtherapeuten, zu Versorgungsamt, Rentenversicherungsträgern Krankenkassen, Medizinischem Dienst und Apotheken.


Sind Sie an weiteren Informationen interessiert?

 

Geben Sie die PLZ oder den Ort in die Suchmaske ein und nehmen sie mit dem entsprechenden Arzt Kontakt auf.

Ihr Mi-Nerv-A e.V.